Resafa-Sergiupolis. Pilgerstadt und Kalifenresidenz

Resafa in Nordost-Syrien entstand am Platz eines römischen Limeskastells. Durch das Martyrium des Hl. Sergios wurde es im 5. Jh. zu einer bedeutenden Pilgerstadt; im 2. Viertel des 8. Jhs. war es die Residenz des umaiyadischen Kalifen Hisham b. Abd al-Malik. Für die frühbyzantinische Zeit gehört Resafa aufgrund seiner gut erhaltenen Monumente und dem hohen Niveau seiner Architektur zu den bedeutendsten Ruinenstätten überhaupt. Als eine der wenigen frühislamischen Kalifenresidenzen, die nicht vollständig übersiedelt wurden, ist der Ort für die Erforschung von frühislamischer Architektur und Urbanismus von zentraler Bedeutung.

Gegenstand systematischer archäologischer Forschungen ist Resafa seit Anfang der 1950er Jahre. Die gegenwärtigen Arbeiten, finanziert durch die DFG und die Fritz Thyssen Stiftung, sind auf die Aufarbeitung der Ergebnisse der Feldkampagnen 2006–2011, ihre Synthese und Kontextualisierung sowie auf die Vorbereitung der Abschlusspublikationen ausgerichtet. (D. Sack – M. Gussone)

siehe auch den früheren Projekteintrag: http://bauforschung-denkmalpflege.de/resafa/

Mitarbeiter*innen: Prof. Dr.-Ing. Dorothée Sack; Dr.-Ing. Martin Gussone; Dr.-Ing. habil. Catharine Hof; Houssein Tarabichi M.Sc.

Kooperationspartner*innen: Deutsches Archäologisches Institut Berlin; Directorate General of Antiquities & Museums Syria Damascus; Prof. Dr. Jörg Fassbinder München; Prof. Dr. Stefan Heidemann Hamburg; Dr. Christoph Konrad Weißenhorn; Prof. Dr. Michaela Konrad Bamberg; Prof. Dr. Volker Menze Budapest; Dr. Anne Mollenhauer Berlin; Dr. habil. Martina Müller-Wiener Berlin; Dr.-Ing. des Ibrahim Salman Berlin; Dr.-Ing. des Axel Schuhmann Dessau; Prof. Dr. Stefan Winter Quebec/Istanbul.