Berliner Kolloquium am 13. Februar 2017

Wohnen. Beten. Handeln.

Aktuelle Forschungen zum hochmittelalterlichen Quartier am Benediktsplatz in Erfurt.

Julia Hurlbeck M.A., FH Erfurt – Dr.-Ing. Barbara Perlich, TU Berlin

 

Erfurt besitzt eine überaus große Dichte an hochmittelalterlicher Bausubstanz nicht nur in den Kellern, sondern bis in die zum Teil erhaltenen Dachwerke. Sie ist Zeugnis einer reichen städtischen Gemeinde. Spätestens seit dem 12.

Jahrhundert gibt es in Erfurt auch eine erste jüdische Gemeinde. Nach Synagoge und Mikwe wurde in den letzten zwei Jahren mit einem städtischen Quartier auch das jüdische Alltagsleben in den Fokus der Forschung genommen. Die ersten spektakulären Ergebnisse aus dem interdisziplinären Forschungsprojekt werden vorgestellt. So können beispielsweise Parzellen- und Bauentwicklung bis in das 12. Jahrhundert, die Bewohner der Parzellen bis in das 13. Jahrhundert zurück nachvollzogen werden.

In einem der Steinbauten des Quartiers befindet sich eine einzigartige, bemalte Holzbalkendecke aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Sie steht im Zusammenhang mit dem Umbau eines Obergeschossraumes zu einem privaten jüdischen Betraum. Dieser Raum ist der einzige erhaltene Befund ansonsten nur archivalisch nachweisbarer jüdischer Alltagsfrömmigkeit.

Poster 13. Februar 2017

MONTAG, 13. Februar 2017
19:00 UHR C.T. – HÖRSAAL A 053

Prof. Dr.-Ing. Thekla Schulz-Brize
TU Berlin, Institut für Architektur, Architekturgebäude, Ernst-Reuter-Platz
Tel: 030 – 314 79 611, Fax: 030 – 314 79 612, berliner-kolloquium@tu-berlin.de, http://www.hbf-msd.tu-berlin.de