Aizanoi – Zeustempel

Bauuntersuchung des Gebälks mit Studenten der OTH Regensburg auf Einladung des ehemaligen Leiters der Ausgrabung Prof. Dr. Klaus Rheidt.

Zeustempel von Aizanoi (Foto T. Schulz-Brize)

Der einzige Pseudodipteros, dessen gesamtes Gebälk aus Marmor bestand, ist der Zeustempel in Aizanoi. Bei der Errichtung der erweiterten Ringhalle waren zahlreiche Sonderkonstruktionen nötig. So ist die Konstruktion mit den marmornen Deckenbalken und Kassettenfeldern bedeutend aufwendiger als bei den anderen Pseudodipteroi. Dieser Mehraufwand wird auch bei anderen Bereichen des Tempels deutlich, u. a. den ungewöhnlich hohen Akroteren, den monolithischen Säulen, dem Treppenhaus und dem tonnengewölbten Unterbau. Durch diese Bauforschung wurde eine erneute Untersuchung der Inschrift – Stiftlöcher für Bronzebuchstaben – angeregt, deren Entzifferung Richard Posamentir und Michael Wörrle gelang, nach der der Tempel im Jahre 92 n. Chr. Zeus und Kaiser Domitian geweiht wurde.